Was ist Tensegrity?
Der Name Tensegrity wurde der modernen Version
von Magischen Bewegungen und dem fließenden und energetisch
effizienten Seinszustand gegeben—dem Weg mit Herz—den Don
Juan Matus seine Studenten Carlos Castaneda, Florinda Donner-Grau, Taisha
Abelar und Carol Tiggs lehrte.
Don Juan war ein Yaqui Indianer aus Yuma, Arizona,
und Sonora, Mexiko und der Erbe einer Linie von Seher, die ihren Ursprung
im präkolumbianischen Mexiko hat. Ihr Ziel und ihre Absicht war
die Freiheit der Wahrnehmung—die Freiheit, das wahrzunehmen,
was von der Quantenphysik jetzt als die eigentliche Natur des Universums
anerkannt wird: ein Universum aus Energie, das nach diesen Sehern aus
Mexiko von einer intelligenten Kraft organisiert wird, genannt Absicht.
Ein grundlegendes Werkzeug für diese Seher waren
ihre Magischen Bewegungen: Positionen und Bewegungen des Körpers
und der Atmung, welche die ersten Seher ihrer Linie vor Tausenden von
Jahren geträumt und angepirscht hatten. In diesen geträumten
Positionen und Bewegungen zu atmen, stellt für den Praktizierenden
ein einfaches und verfügbares Mittel dar, sein oder ihr Wohlempfinden
zu steigern, indem der natürliche Fluß seiner oder ihrer
Energie wiederhergestellt wird—und sie befähigt, während
der Erfahrung präsent zu sein, anstatt in Gedanken und Emotionen—und
in einem Atemmuster aus der Vergangenheit—gefangen zu sein. Dieser
Zustand der Gegenwärtigkeit verleiht einem die Energie und die
Ausrichtung, unser Leben zu rekapitulieren oder erneut durchzusehen,
aus unseren Erfahrungen zu lernen und uns dadurch auf eine neue Weise
mit anderen, mit uns selbst, mit der Erde und dem Leben auf der Erde
(sichtbar und unsichtbar) und auch mit den Planeten und Sternen zu verbinden;
und neu zu entscheiden, wie wir unsere Aufmerksamkeit und Energie im
alltäglichen Leben nutzen.
Carlos Castaneda lieh den Begriff Tensegrity
vom Architekten, Wissenschaftler, Seefahrer, Innovator und Visionär
R. Buckminster Fuller aus, dessen Wahrnehmung von Energie ihn dazu brachte,
ein Prinzip von fließender Verbundenheit in der Natur zu beobachten,
das er „Tensegrity” nannte, eine Kombination von Spannung
und Vollständigkeit, womit die Kräfte beschrieben werden,
die in einer Struktur wirksam sind, die aus einem begrenten Netzwerk
besteht, ein Netzwerk aus dichten oder starren Elementen, die durch
dehnbare oder elastische Elemente verbunden sind, die der Struktur ihre
vollständige Intaktheit verleihen. Wegen der elastischen Beschaffenheit
der Verbindungselemente verändern sich alle anderen Elemente der
Tensegrity Struktur, sobald sich ein Teil dieser Struktur verändert
oder nehmen eine neue Gestalt an, geben nach ohne zu zerbrechen.
Als wunderbares Beispiel einer Tensegrity Struktur
in der Natur wies Fuller auf einen wesentlichen Träger des Lebens
auf der Erde hin, auf einen Baum. Entstehend aus einem Samen, Wasser,
Erde, Luft und Sonnenlicht wächst ein Baum zu einer effizienten
Tensegrity Struktur heran, mit Wasser und Gasen, die in ihm zirkulieren
und ihm erlauben, flexibel und gleichzeitig ernorm stabil zu sein, wenn
er sich in den wechselnden Winden und der Erde wiegt und sich an sie
anpasst, und Minerale—Teile von Sternenstaub—und Wasser
von der Erde in den Himmel befördert.
Für Carlos Castaneda war dieser Prozess, Tensegrity,
eine perfekte energetische Beschreibung der modernen Praxis von Don
Juans Lehren:
Im Zusammenhang mit den Magischen Bewegungen bezieht
sich Tensegrity auf das Wechselspiel vom Anspannen und Entspannen der
Sehnen und Muskeln und ihrer energetischen Entsprechungen, auf eine
Weise, welche die Intaktheit unseres gesamten Körpers sowohl als
physische wie auch als energetische Einheit verbessert und uns bewusstes
gewahr werden lässt, wie alle Teile unseres Seins—Sehnen,
Muskeln, Knochen, Nervensystem, Organe etc., die durch einen gesunden
Energiefluß zu einer Einheit zusammengefügt sind, zusammenarbeiten.
Angewendet auf unser tägliches Leben, sagte Carlos
Castaneda, ist Tensegrity eine Kunst: die Kunst, sich an die Vibration,
Verfügbarkeit und Bewegung unserer eigenen Energie und an die jedes
anderen in einer Weise anzupassen, die zur Intaktheit der Gemeinschaft
beiträgt, die wir sind.
1
Fullers Beschreibung dieses Tensegrity Prinzips in Bäumen ist
es wert, gelesen zu werden. Man findet es in: Buckminster Fuller:
Ein autobiographischer Monolog / Szenario, dokumentiert & herausgegeben
von Robert Snyder, New York: St. Martin’s Press, 1980 Seite
46f.
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