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21. Dezember 2010

Wintersonnenwende, 15:38 Pazifische Standardzeit, Los Angeles, Kalifornien,

Erde, Sonnensystem, Orion-Arm, Milchstraße, Lokale Gruppe (Galaxiengruppe zu der die Milchstraßen-Galaxie gehört)

 

Seher sind wie Fischer, die mit einer Angel ausgerüstet sind, welche sich irgendwohin auswirft: das Einzige, was sie tun können, ist die Angel da zu verankern, wo sie sinkt…

Don Juan Matus im Feuer von innen von Carlos Castaneda

 

Fröhliche Dezember-Sonnenwende allerseits!

Dieser Zeitpunkt wird auch als südliche Sonnenwende bezeichnet, weil es der Moment ist, an dem die südliche Hemisphäre der Erde ihre maximale Neigung zur Sonne aufweist. Wie viele von euch gehört, gelesen oder gesehen haben (mit eigenen Augen, wer Glück hatte, oder über die SLOOH Weltraumkamera, oder andere Internetseiten) wurde diese Sonnenwende durch die seltene Mondfinsternis begleitet, die gestern abend stattfand, oder diesen Morgen, je nachdem wo ihr auf der Erde seid, und Geoff Chester, von dem US Schiffsfahrtobservatorium, zufolge, hat es eine solche Aufstellung seit dem 21. Dezember 1638 nicht gegeben.

Einige wunderbare Bilder dieser Mondfinsternis gibt es auf http://www.huffingtonpost.com/2010/12/21/lunar-eclipse-2010-photos_n_799618.html#212892 (Bemerkenswert vor allem Fotos 3 und 20!)

Mit dem in einem warmen orangeroten Ton leuchtenden Mond, in seiner seltenen Ausrichtung mit Sonne und Erde an diesem augenblicklichen Stillstand des Jahres, bevor das Sonnenlicht und die Jahreszeiten sich wieder wandeln, haben wir die einmalige Gelegenheit eine Pause einzulegen, unsere Gefühle zu prüfen und zurückzublicken auf das was wir dieses Jahr, dem ersten eines neuen Jahrzehnts, erlebt und gelernt haben, wo wir uns entlang bewegt haben, was wir loslassen möchten, von dem was wir nicht länger brauchen, und uns aktiv auf das vorzubereiten, und zu träumen, was wir 2011 hegen, erfahren und beitragen wollen.

Vor einem Jahr haben wir den Auftakt eines neuen Jahrzehntes begangen und eure Antworten darauf waren großartig. Wenn ihr an der Begehung teilgenommen habt, indem ihr eine Traumtafel oder eine andere Beschreibung dessen angefertigt habt, wo ihr euch in einem, in fünf oder in zehn Jahren seht – ist dies nun ein guter Zeitpunkt um diese Tafel oder Beschreibung erneut zu betrachten und festzustellen, welche Träume im vergangenen Jahr Wurzel getrieben und ausgeschlagen haben.

Wie würdest du diese Träume im kommenden Jahr unterstützen? Und was für neue Träume möchtest du pflegen?

In diesem Unterfangen unterstützt uns die Konjunktion von Jupiter und Uranus am Himmel (genau am 4. Januar 2011, dem Datum einer partiellen Sonnenfinsternis), günstig gelegen vor der Konstellation “Walfisch” – Cetus – dem lateinischen Begriff für “Meereswesen” und dem am weitesten entfernten Galaxienkonglomerat, in dem hunderte von Galaxien rotieren und leuchten. Inspiriert durch die jüngsten Workshops in Curitiba und Amsterdam, in denen wir uns durch den Geist der Amazonas-Flußdelphine und der Wale haben berühren lassen, und nun, während wir uns der Bewußtheit der Ozean-Delphine nähern, im Workshop in Los Angeles im Februar – können wir diese großartigen Meereswesen, als Leuchtbojen für uns auf unserem Weg ins Träumen betrachten.

Die Waltiere wurden von vielen Kulturen als die großen Träumer der Erde angesehen, als wahre Reisende auf dem Meer der Bewußtheit, manche davon in kleinen Gruppen oder Paaren unterwegs, andere in hochorganisierten “Schulen” (Gruppen) oder sogar “Städten”, die zusammen nicht nur die Geschichten ihrer Linien weiterführen über ihre Echolot-Klänge im Ozean, sondern auch die Geschichte und den Traum der Erde an sich, die in ihren Lieder wie Segnungen durch die Gewässer wandern und zu Wurzeln, Baumstämmen und Geäst vordringen, und weiter hinaus in die Erde und in den Himmel.

Wir können also das neue Jahr mit einem zweifachen Traumabenteuer begrüßen – einem das sowohl im Wach- als auch im Schlafbewußtsein stattfindet.

Um die Gewässer zu klären, könnt ihr zuerst ein paar magische Bewegungen ausführen, um euren Atem ins Fließen zu bringen und dann könnt ihr mit den Rückblick anfangen:

Auf das was ihr dieses Jahr bereits losgelassen habt (und dieses Lösen dankbar anerkennen), oder auf das was ihr jetzt loslassen möchtet, bevor ihr 2011 betretet – Gegenstände die ihr nicht mehr verwendet, die ihr weggeben, wiederverwerten, oder einfach loslassen könnt; alte Urteile, Stimmungen oder Glaubenssätze, die euch nicht länger von Nutzen sind, die ihr auf kreative Art ablösen könnt – wie es euch beliebt – das Lösen laut aussprechen, an Wind und Wellen des Ozeans abgeben, sie aufschreiben und dann in Stille das Papier zerkleinern oder es sicherheitsbedacht an der Flamme einer Kerze verbrennen.

Dann führt noch ein paar atemerweiternde magische Bewegungen aus, und laßt euer Wesen sich mit Sternenlicht füllen (ihr könnt euch spezifisch mit dem Sternbild Cetus verbinden) und anerkennen:

Wofür bin ich dieses Jahr dankbar?

Nehmt euch ein paar Minuten um eure Dankbarkeit kreativ zu äußern: sei es durch ein Bild, ein Lied, eine Liste, ein Gedicht, einen Bereich gefüllt mit Objekten, Bildern, Düften oder Klängen der Anerkennung – eure Wahl.

Und dann mit Hilfe weiterer Atemübungen, könnt ihr anfangen euch vorzustellen:

Wo sehe, empfinde, fühle ich mich in einem Jahr? Betrachtet das verknüpfte und wechselseitige Netz des Daseins, das unser Leben auf der Erde ist: wo ist der liebevollste, unterstützendste Ort, an dem du dich befindet kannst? Womit befasst du dich? Wer ist um dich herum? Wie fühlst du dich? Was sagst, siehst, hörst, fühlst, tust du? Schreibe es auf, zeichne es, stelle es dir vor, sing es – Wie lebe ich meine Träume? Und berücksichtigt auch: Wie träume ich aktiv eine liebevolle Beziehung zum Planeten Erde 2011? Drücke es auf eine Art aus, die du als Inspiration in Reichweite behalten kannst – an der Wand, in der Geldtasche, an einem speziellen Ort im Zimmer oder im Büro – wo immer ihr es aussucht – so dass ihr euch darauf beziehen könnt, es ergänzen könnt, euch davon inspirieren lassen könnt, euch davon voranziehen lassen könnt, wie von einem Anker im Meer der Bewußtheit, im Laufe des Jahres.

Dann könnt ihr weitere Atemübungen ausführen und alleine oder zusammen mit einem unterstützenden Partner oder einer “Schule” von Praktizierenden, Freunden oder Bekannten: hinausgehen (oder wenn das Wetter es verlangt, könnt ihr drinnen bleiben, ein Fenster öffnen oder durch das geschlossene Fenster gaffen), und auf eine Szene aus eurer Nähe gaffen – es kann in einem nahegelegenen Park sein, oder bei einer Baumgruppe, bei einem einzelnen Baum, vor eurer Haustür, oder am Ozean nah an eurer Wohnung, oder unter einem sternenklaren Nachthimmel – in welcher Szene auch immer, fangt zuerst mit geschlossenen Augen an, laßt den Atem fließen und die Klänge, Formen, Gerüche und Empfindungen der Szene auf euch wirken. Wenn ihr mit dem Erfahren dieser Szene gesättigt seid, könnt ihr die Augen öffnen und ihnen auch erlauben, diese Szene aufzunehmen, zusammen mit allen anderen Sinnen. Dann könnt ihr die Absicht der Verbindung zur Wahrnehmung der Waltiere in ihrer Wasserwelt aufrechterhalten. Und dann könnt ihr die Augen wieder schließen und das Universum und euren inneren Seher bitten, euch den eigenen Traum zu zeigen – die Szene in der ihr euch in einem Jahr gesehen habt, erneut in vollem sensorischen Detail, und euch Schritte aufzuzeigen, die ihr als Anfang unternehmen könnt, und auch während des Jahres, um dahin zu kommen. Öffnet die Augen und schreibt auf, was ihr gesehen habt, oder geht in die Wohnung und fügt eure neuen Inspirationen hinzu zu eurer Liste, zum Traumbild oder dem Lied. Und dann in den letzten Tagen von 2010 und in den ersten 11 Tagen von 2011, bis zum zunehmenden Mond am 12. Januar, und auch darüberhinaus, wenn ihr wünscht, könnt ihr das Universum weiter bitten euch darin zu unterstützen – im Wach- und Schlafzustand – weitere Details beider Aspekte des Traumes für 2011 aufzuzeigen.

Bevor ihr nachts einschlaft, könnt ihr sagen: Zeige mir bitte in meinen Träumen neue Wege, um meinen Traum zu pflegen. Und wenn ihr erwacht, könnt ihr sagen – bitte zeige mir während des Tages, und hilf mir dies zu erkennen, und beweglich genug zu sein, den fördernden Dingen zu folgen, die mir gezeigt oder angeboten werden – und führt ein Traumlogbuch dessen, was euch begegnet in beiden Wahrnehmungszuständen an diesen letzten Tagen von 2010 – und den ersten Tagen von 2011.

Mit all diesen Informationen gerüstet, laßt das neue Jahr euch am Schreibtisch antreffen, oder in eurem schöpferischen Raum, und aktiv an einem oder mehreren eurer Träume teilnehmen – wenn z.B. der Traum der ist, beim Säubern der Santa Monica Bucht mitzuhelfen, könnte der Nachmittag vor der Neujahrsnacht euch am Strand antreffen, wo ihr Abfall oder Reste vom Strand wegräumt und Mitternacht und die ersten Momente des neuen Jahres euch beim Schreiben von Mails vorfinden, in denen ihr euch informiert, wie man sich mit anderen Freiwilligen zu weiteren Reinigungen zusammenschließen kann.

Und wenn ihr mehr Inspiration zum Weitermachen sucht, schaut den Film Temple Grandin—in den USA auf HBO zu sehen, aber auch auf DVD zu erhalten—oder lest über das Leben und die Forschung von Temple, aus ihren eigenen Büchern; sie ist eine Schriftstellerin, Designerin für Viehunterkünfte, Expertin von Weltrang, Tierschützerin, Doktor der Tierforschung, Professorin und Pionierin, und bekannte Sprecherin und Beraterin zum Thema Autismus, die als Kind selbst als autistisch diagnostiziert wurde, und die auf ihre Art das verkörpert und ausdrückt, was sie von ihrer Mutter gelernt hat: pflege und teile deine einmaligen Gaben, finde einen Weg, der für dich paßt, um ruhig, gegenwärtig, offen und wissbegierig zu sein, habe den Mut, dich über das hinauszubewegen, was du meinst tun zu können, danke denen, die dir helfen, dich ermutigen, anstupsen oder herausfordern, und gib nie deine Träume auf.

Bitte postet eure Entdeckungen, wie sie auftreten, hier, und wenn ihr ein Bild oder ein Lied habt, das ihr gerne posten würdet, schickt es uns zu, an cleargreen@cleargreen.com. Wir freuen uns auf eure Postings ab heute bis zum Vollmond des 19. Januar 2011.

Fröhliche 21tägige Reise und frohes Jahr 2011!

Mit Liebe,

Cleargreen